Thirty Years War Online

"Gott ist der wahre Arzt."

Pest, Politik und Religion in Aix-en-Provence 1629/30

Dissertationsprojekt an der Eberhard Karls Universität Tübingen, betreut von Prof. em. Dr. Anton Schindling

Dass der Dreißigjährige Krieg für weite Teile des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, Frankreichs und Italiens eine demographische Katastrophe bedeutete, hatte nicht nur militärische, sondern vor allem auch medizinische Ursachen. Dies lag insbesondere an der Pest und anderen Seuchen, die zwischen 1618 und 1648 Millionen Menschenleben kosteten. (1) Es ist in der historischen Forschung denn auch zu Recht immer wieder betont worden, dass während des Dreißigjährigen Krieges mehr Menschen an der Pest als durch Kampfhandlungen starben. (2) Gleichwohl waren Kriegs- und Seuchengeschehen in dieser Zeit auf das engste miteinander verknüpft. Denn die Heere und die sie begleitenden Trosse schleppten die Pest häufig gewissermaßen von einem Kriegsschauplatz zum nächsten. (3) So sorgten sie dafür, dass diese Krankheit weiträumig verbreitet wurde. Dabei waren Städte ebenso betroffen wie ländliche Gebiete, die Militär- ebenso wie die Zivilgesellschaft.
Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung in den 1620er und 1630er Jahren. (4) Vieles spricht für die Annahme, dass es sich bei den damaligen Pestwellen um die gravierendsten seit dem Schwarzen Tod des 14. Jahrhunderts (1347-1351) handelte. Eine wichtige Rolle scheint dabei der Mantuanische Erbfolgekrieg gespielt zu haben, in dem von 1628 bis 1630 das Haus Habsburg und Frankreich um den Herzogstitel von Mantua und Montferrat kämpften. (5) Denn dieser Konflikt fachte das Seuchengeschehen erheblich an, da sowohl kaiserliche als auch französische Truppen auf ihrem Marsch nach Mantua die Pest nach Oberitalien einschleppten. (6) Hier breitete sich die Epidemie dann in großer Geschwindigkeit aus, so dass weite Teile des Nordens der Apenninenhalbinsel von ihr heimgesucht wurden. In Mailand starb 1630 etwa die Hälfte der Stadtbevölkerung an der Pest. (7)
Doch trugen die französischen Truppen den Schwarzen Tod nicht nur in die Fremde, sie verseuchten auf ihrem Weg nach Italien auch weite Teile Südfrankreichs. Insbesondere die Provence, damals eine Provinz des Königreichs Frankreich, war hiervon betroffen: Durch das Tal der Rhône gelangte die Pest mit den Truppen des Marquis d’Uxelles zunächst nach Digne, wo sie etwa 2.000 Todesopfer forderte. (8) Bald darauf traf die Seuche aber auch Arles, Aix-en-Provence, Nîmes, Avignon und die mit ca. 50.000 Einwohnern damals größte Stadt der Provence, Marseille. Es ist das Ziel der geplanten Dissertation, erstmals den genauen Weg, den der Schwarze Tod durch den Südosten Frankreichs nahm, zu rekonstruieren und dabei auch die Bedeutung militärischer Verbände für die Verbreitung der Pest herauszuarbeiten. Auf diese Weise soll dem besonderen Charakter einer Epidemie Rechnung getragen werden, die nicht wie in der Frühen Neuzeit eigentlich üblich durch Schiffe über das Mittelmeer in die Provence kam, sondern sich auf dem Landweg ausbreitete. (9)
Der Schwerpunkt der Studie soll aber auf dem Seuchengeschehen im damals etwa 25.000 Einwohner umfassenden Aix-en-Provence liegen. (10) Diese Stadt bietet sich vor allem deshalb für eine eingehende Untersuchung der Pest und Pestbekämpfung an, weil sie als Provinzhauptstadt im 17. Jahrhundert ein außerordentliches politisches, administratives und juristisches Zentrum darstellte. Dementsprechend groß war die Zahl der Behörden und Amtsträger, die in Aix residierten. Zugleich war die Stadt Sitz eines Erzbistums, eines Domkapitels und einer ganzen Reihe von Klöstern. All diese weltlichen und geistlichen Institutionen haben eine erhebliche Fülle schriftlicher Quellen hinterlassen, die äußerst ergiebig sind und es erlauben, das Seuchengeschehen in Aix detailliert und aus unterschiedlichen Perspektiven zu rekonstruieren. Sie bilden die Grundlage der geplanten Dissertation. Darüber hinaus werden aber auch Pesttraktate, literarische Verarbeitungen der Epidemie und Ego-Dokumente ausgewertet, um zu ermitteln, wie die Zeitgenossen den Schwarzen Tod wahrnahmen und was sie über ihn wussten.
Eine Untersuchung der Pest von Aix erscheint aber auch vor dem Hintergrund der bisherigen historischen Forschung geboten. Dies gilt zum einen für die provenzalische Landes- bzw. Regionalgeschichte. Denn zwar ist der Schwarze Tod ohne Zweifel ein wichtiger provenzalischer Erinnerungsort. (11) Das kollektive Gedächtnis der Provenzalen fokussiert dabei jedoch fast ausschließlich auf die berühmte „Pest von Marseille“ von 1720/22. Entsprechend gut ist diese Seuche, der auch in Aix mehrere tausend Menschen zum Opfer fielen, untersucht. (12) Demgegenüber ist der Pest, die von 1629 bis 1631 in der Provence wütete, bislang in der Forschung kaum Beachtung geschenkt worden. Lediglich einige wenige, zudem mitunter entlegen publizierte Aufsätze befassen sich mit dieser Epidemie. (13) Aber auch darüber hinaus fehlen in Frankreich ebenso wie in Deutschland bis heute Fallstudien zum Schwarzen Tod am Ende der 1620er und Anfang der 1630er Jahre. (14)
Hier will die geplante Dissertation Abhilfe schaffen. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst die politische Pestbekämpfung (Seuchenpolizei). Darunter werden sämtliche Maßnahmen verstanden, die von Seiten der Behörden in Aix implementiert wurden, um zunächst einen Ausbruch der Pest zu verhindern und, als dies misslang, die Ausbreitung der Seuche zu unterbinden oder zumindest zu begrenzen. Dementsprechend wird zwischen Maßnahmen der Prävention (= vor Ausbruch der Pest) und solchen der Intervention (= nach Ausbruch der Pest) unterschieden. (15) Erste Ergebnisse zeigen hier bereits den hohen Entwicklungsstand, den die Seuchenpolizei im Südosten Frankreichs im 17. Jahrhundert erreicht hatte. Geht man davon aus, dass die politische Pestbekämpfung vom Schwarzen Tod des Mittelalters bis zum 18. Jahrhundert allmählich von einer lokalen zu einer territorialen Aufgabe wurde, (16) markiert Aix ein interessantes Zwischenstadium, in dem die Seuchenpolizei von der Provinzregierung koordiniert und von den Kommunen umgesetzt wurde. Hingegen scheint sich die französische Krone an der Bekämpfung der Pest in der Provence nicht beteiligt zu haben. Vielmehr versuchte sie, die Seuche dazu zu nutzen, dort in ihrem Sinne eine Reform der Steuererhebung durchzusetzen. (17) Diese Diskrepanz zwischen seuchenpolizeilicher Passivität und finanzpolitischer Aktivität erlaubt interessante Rückschlüsse auf Fortschritt und Grenzen des französischen Absolutismus unter Ludwig XIII. und seinem Kardinalminister Richelieu.
Nicht weniger wichtig als die politische war in den Augen der Zeitgenossen die religiöse Pestbekämpfung. Sie soll einen weiteren Schwerpunkt der Dissertation bilden. Dabei werden unter dem Begriff religiöse Pestbekämpfung besonders all jene Riten und Zeremonien verstanden, die den in ihrer überwältigenden Mehrheit katholischen Provenzalen (18) seinerzeit geeignet schienen, die Pest zu verhindern bzw. zu beenden. Dies waren Gebete, Messen, Prozessionen, Gelöbnisse und Beichten. Ihrer Durchführung lag die Überzeugung zugrunde, dass der Schwarze Tod auf einen Ratschluss Gottes zurückging, der die Gläubigen auf diese Weise prüfen oder strafen wolle. Diese Wahrnehmung und Deutung der Pest wurde im Kontext der Gegenreformation und katholischen Reform in Aix noch einmal deutlich verstärkt. Gleichzeitig erfuhr die Pestfrömmigkeit unter diesen Bedingungen eine spürbare Dynamisierung, wie sich beispielsweise im Heiligenkult zeigte.
Durch die Untersuchung der intensiven und vielfältigen Formen der religiösen Pestbekämpfung im Aix der Jahre 1629/30, zu denen auch das bemerkenswerte karitative Engagement der dort ansässigen Orden gehörte, will die geplante Dissertation einen weiteren Mangel der seuchengeschichtlichen Forschung beheben helfen. Diese hat sich nämlich bisher sowohl in Deutschland als auch in Frankreich vorwiegend auf die politische Pestbekämpfung bzw. Seuchenpolizei konzentriert. Diese Tendenz setzt sich auch in jüngeren Fallstudien, die sich mit dem Seuchengeschehen in bestimmten Städten oder Regionen befassen, fort. (19) Zudem legt die Forschungsliteratur häufig den Schluss nahe, dass politische und religiöse Pestbekämpfung in der Frühen Neuzeit unabhängig voneinander abliefen oder sogar in Konkurrenz zueinander standen. Gerade letzteres ist ohne Zweifel auch oft so gewesen. (20) Doch zeigt das Beispiel der Pest von Aix auf beeindruckende Weise, dass es auch den entgegengesetzten Fall gab. Statt Konkurrenz und Konflikt regierten hier Kooperation und Kollaboration. So kam es in der Hauptstadt der Provence zu weitreichenden Kompromissen zwischen weltlichen und geistlichen Autoritäten. Sie waren das Ergebnis entsprechender Aushandlungsprozesse und im Wesentlichen darauf ausgerichtet, die Widersprüche, die es nach Auffassung der Zeitgenossen des 17. Jahrhunderts zwischen den Anforderungen der politischen und denen der religiösen Pestbekämpfung gab, zu überwinden.
Auch die wechselseitigen Beziehungen zwischen militärischen Entwicklungen auf der einen und medizinischen bzw. epidemiologischen Entwicklungen auf der anderen Seite stellen bisher ein weitgehendes Desiderat der historischen Forschung dar. Dies ist umso erstaunlicher, als dass der Zusammenhang zwischen Kriegs- und Seuchengeschehen als solcher der Geschichtswissenschaft seit langem bekannt und, wie eingangs bereits erwähnt, insbesondere für die Epoche des Dreißigjährigen Kriegs von großer Bedeutung ist. Auch die sog. neue Militärgeschichte (im Sinne einer Sozial- und Kulturgeschichte des Militärs) hat sich dieses Problems bisher nicht angenommen. Dabei müssten die engen Verbindungen zwischen Krieg und Pest eigentlich im Zentrum des Erkenntnisinteresses der neuen Militärgeschichte stehen, hat diese sich doch die Untersuchung der vielfältigen Beziehungen zwischen Militär- und Zivilgesellschaft in der Neuzeit auf die Fahnen geschrieben. (21) Gerade mit Blick auf die Frage nach den Ursachen für den Ausbruch der Pest und anderer Epidemien drängt sich eine solche Verschränkung von Militär- und Seuchengeschichte regelrecht auf. Aber auch in Bezug auf andere Phänomene, die sich anhand der Pest von Aix geradezu beispielhaft studieren lassen, verspricht eine gemeinsame Betrachtung von militärischem und Seuchengeschehen vielversprechende Erkenntnisse zu liefern.

Thorsten Busch M.A.
Kontakt: thorsten.busch@uni-tuebingen.de

Empfohlene Zitierweise: Thorsten Busch – „Gott ist der wahre Arzt.“ Pest, Politik und Religion in Aix-en-Provence 1629/30. In: Dreißigjähriger Krieg Online – Projekte, hrsg. von Markus Meumann (Online-Ressource; URL: http://thirty-years-war-online.net/projekte/thorsten-busch-Pest-Politik-Religion [Datum des Aufrufs in eckigen Klammern]).

Anmerkungen

(1) Eine präzise Bestimmung der Opferzahl ist nicht möglich. Doch hatte der Historiker und Seuchenspezialist Robert Hoeniger sicher nicht Unrecht, als er bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Bezug auf das Heilige Römische Reich schrieb: „Ungezählte Hunderttausende, deren Summierung sehr wahrscheinlich zu einer mehrfachen Millionenziffer steigt, sind durch sie [i. e. die Seuchen] fortgerafft worden.“ (Robert Hoeniger, Der dreißigjährige Krieg und die deutsche Kultur, in: Preußische Jahrbücher 138 (1909), 402-450, hier 428.)

(2) Vgl. etwa Sigfrid H. Steinberg, Der Dreissigjährige Krieg und der Kampf um die Vorherrschaft in Europa, 1600-1660, Göttingen 1967, 129; Klaus Bußmann, Heinz Schilling (Hrsg.), 1648 – Krieg und Frieden in Europa, Ausstellungskatalog, München 1998, 165. Die demographische Krise des Dreißigjährigen Krieges behandelt auf europäischem Grundriss Anne E. C. McCants, Historical Demography and the Crisis of the Seventeenth Century, in: The Journal of Interdisciplinary History 40 (2009), 195-214.

(3) Vgl. hierzu R. J. G. Concannon, The Third Enemy: The Role of Epidemics in the Thirty Years’ War, in: Journal of World History 10 (1967), 500-511.

(4) Christian Pfister, Bevölkerungsgeschichte und historische Demographie 1500-1800, 2. Aufl., München 2007, 14. Vgl. hierzu auch Edward A. Eckert, The Structure of Plagues and Pestilences in Early Modern Europe: Central Europe, 1560-1640, Basel u. a. 1996, 132-154.

(5) Vgl. hierzu Romolo Quazza, La guerra per la successione di Mantova e del Monferrato (1628-1631), 2 Bde., Mantua 1926; Sven Externbrink, Le coeur du monde – Frankreich und die norditalienischen Staaten (Mantua, Parma, Savoyen) im Zeitalter Richelieus 1624-1635, Münster 1999.

(6) Carlo M. Cipolla, Cristofano and the Plague. A Study in the History of Public Health in the Age of Galileo, London 1973, 15-17.

(7) Jean-Noël Biraben, Les hommes et la peste en France et dans les pays européens et méditerranéens, Bd. 1: La peste dans l’histoire, Paris/La Haye 1975, 186.

(8) Yvette Isnard, La population de Digne en 1578,1630 et 1642, in: Chroniques de Haute Provence 353 (2004), 43-99, hier 54.

(9) Régis Bertrand, Gilbert Buti, Le risque de peste dans la culture et la vie de la France d’Ancien Régime, in: Antoine Leca, François Vialla (Hrsg.), Le risque épidémique: droit, histoire, médecine et pharmacie. Colloque tenu à Aix-en-Provence en novembre 2002, Marseille 2003, 97-112, hier 103.

(10) Zur Geschichte von Aix vgl. Marcel Bernos u. a., Histoire d’Aix-en-Provence, 2. Aufl., Aix-en-Provence 1977; Régis Bertrand u. a., Histoire d’une ville: Aix-en-Provence, Marseille 2008.

(11) Vgl. hierzu Régis Bertrand, La peste en Provence aux temps modernes. Sources et représentations, in: Provence historique 47 (1997), S. 401-412.

(12) Vgl. unter den zahlreichen Titeln insbesondere Pierre Gaffarel, le Marquis de Duranti, La peste de 1720 à Marseille et en France, Paris 1911; Charles Carrière u. a., Marseille ville morte. La peste de 1720, Marseille 1968. Zu Aix: Maréva Villiers, La peste de 1720-1721 à Aix-en-Provence, mémoire de maîtrise, Aix-en-Provence 1995.

(13) Für Aix vgl. die wichtige Pionierarbeit von Jacqueline Dumoulin, die in drei Aufsätzen, die sich inhaltlich allerdings teilweise überschneiden, die Frage nach den Auswirkungen der Pest und Pestbekämpfung auf die Finanzen der Stadt beantwortet hat: Jacqueline Dumoulin, La difficile gestion d’une ville pendant la peste: Aix-en-Provence au XVIIe siècle, in: Mémoires de la Société pour l’histoire du droit et des institutions des anciens pays bourguignons, comtois et romands 53 (1996), 199-245; dies., Le financement de la peste à Aix-en-Provence au XVIIe siècle, in: Provence historique 47 (1997), 435-447; dies., Le coût de la santé à Aix-en-Provence du XVIème au XVIIIème siècle. Le financement de la lutte contre la peste, in: Antoine Leca, François Vialla (Hrsg.), Le risque épidémique: droit, histoire, médecine et pharmacie. Colloque tenu à Aix-en-Provence en novembre 2002, Marseille 2003, 69-95.

(14) Eine Ausnahme bildet die Monographie von Monique Lucenet, Lyon, malade de la peste, Palaiseau 1981.

(15) Terminologie nach Matthias Braun, Schwarzer Tod, rote Hygiene: Praktiken der Intervention und Prävention gegen die Pest in der Sowjetunion, 1920er- bis 1950er-Jahre, in: Zeithistorische Forschungen 10 (2013), 390-408. Vgl. auch Martin Lengwiler, Stefan Beck, Historizität, Materialität und Hybridität von Wissenspraxen. Die Entwicklung europäischer Präventionsregime im 20. Jahrhundert, in: Geschichte und Gesellschaft 34 (2008), 489-523.

(16) Vgl. Martin Dinges, Pest und Politik in der europäischen Neuzeit, in: Mischa Meier (Hrsg.), Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005, 283-313, hier 304-307.

(17) Régis Bertrand, La Provence des rois de France, 1481-1789, Aix-en-Provence 2012, 209f. Vgl. hierzu auch René Pillorget, Les mouvements insurrectionnels de Provence entre 1596 et 1715, Paris 1975, 313-354.

(18) Die Zahl der Hugenotten belief sich beispielsweise in Aix auf lediglich etwa einhundert (Bernos u. a., Histoire d’Aix-en-Provence, 165)

(19) Vgl. etwa Monika Höhl, Die Pest in Hildesheim: Krankheit als Krisenfaktor im städtischen Leben des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (1350-1750), Hildesheim 2002; Elke Schlenkrich, Gevatter Tod: Pestzeiten im 17. und 18. Jahrhundert im sächsisch-schlesisch-böhmischen Vergleich, Leipzig 2013; Patrick Sturm, Leben mit dem Tod in den Reichsstädten Esslingen, Nördlingen und Schwäbisch Hall: Epidemien und deren Auswirkungen vom frühen 15. bis zum frühen 17. Jahrhundert, Ostfildern 2014.

(20) Franz Mauelshagen, Pestepidemien im Europa der Frühen Neuzeit (1500-1800), in: Mischa Meier (Hrsg.), Pest. Die Geschichte eines Menschheitstraumas, Stuttgart 2005, 237-265, hier 250f.

(21) Vgl. etwa Michael Kaiser, Die Söldner und die Bevölkerung. Überlegungen zu Konstituierung und Überwindung eines lebensweltlichen Antagonismus, in: Stefan Kroll, Kersten Krüger (Hrsg.), Militär und ländliche Gesellschaft in der frühen Neuzeit, Münster u. a. 2000, 79-120; Bernhard R. Kroener, Militär in der Gesellschaft. Aspekte einer neuen Militärgeschichte der Frühen Neuzeit, in: Thomas Kühne, Benjamin Ziemann (Hrsg.), Was ist Militärgeschichte?, Paderborn 2000, 283-299.

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