Pappenheim, Gottfried Heinrich von

Graf zu Pappenheim, Offizier in bayerischen, spanischen und kaiserlichen Diensten, bayerischer und kaiserlicher Feldmarschall

Autor: Alexander Querengässer

Empfohlene Zitierweise: Alexander Querengässer: Pappenheim, Gottfried Heinrich von [2016]. In: Lexikon der Heerführer und hohen Offiziere des Dreißigjährigen Krieges, hg. von Markus Meumann (Online-Ressource; URL: https://thirty-years-war-online.net/prosopographie/heerfuehrer-und-offiziere/pappenheim-gottfried-heinrich-von/ [Datum des Aufrufs in eckigen Klammern]).

Lebensdaten

* 29.5./ 8.6. 1594 in Treuchtlingen, † 6./16. oder 7./17. 11. 1632 Lützen/Leipzig

Konfession

bis ca. 1615 lutherisch, danach katholisch

Familie und Jugend

    • a) Elternhaus: Veit von Pappenheim (*1535 †1600) und Maria Salome von Preysing (*um 1574 † 1594 ; Stiefvater seit 1607 Adam Freiherr von Herberstoff (*1585 †1628)
    • b) Geschwister: Anna Benigna (*1596 †1678), Maria Magdalena (*1597 †1632), Philipp Ludwig (*1598 †1615) und Maria Gertraud (*1599 †1675).
    • c) Ehefrauen: 1) 1618 mit Ludmilla von Kolowrat-Novohradsky (* 1601 † 1627)
      2) 162 Anna Elisabeth von Oettingen-Oetttingen (*1603† 1673)
    • d) Kinder: Mit 1): Wolf Adam (* 1618 † 1647), kaiserlicher General

1608 immatrikulierte sich Pappenheim an der Universität Altdorf, wenig später wechselte er nach Tübingen. Daraufhin folgte eine Reise durch die Niederlande, Frankreich, Spanien und die Städte Italiens. Unter dem Einfluss der Mutter und eventuell auch aus karrieretechnischem Kalkül konvertierte er 1616 zum Katholizismus. 1617 diente er als Reichshofrat am Hof Kaiser Mathias in Prag.

Militärische Laufbahn

Nach Ausbruch des Böhmischen Aufstandes versuchte Pappenheim 1619 ein Patent als kaiserlicher Oberstleutnant zu erhalten, doch ihm fehlten die Erfahrung, um einen solchen Posten auszufüllen, und die Mittel, um die dafür notwendigen Truppen zu werben. Sein Stiefvater Adam von Herberstorff diente jedoch als Oberst eines Kavallerieregiments in der bayerischen Armee und setzte sich dafür ein, dass auch Pappenheim ein Kommando erhielt. Kurfürst Maximilian I. stellte ihm ein Patent für eine Doppelkompanie Kürassiere (200 Reiter) aus, die Pappenheim im Rheinland anwarb. Im Sommer 1619 nahmen die Ligatruppen die Stadt Linz ein. Adam von Herberstorff wurde mit 5.000 Soldaten hier zurück gelassen, sodass Pappenheim das Kürassierregiment auf dem weiteren Vorstoß nach Böhmen befehligte. 1622 zog Pappenheim mit der Ligaarmee in die Rheinpfalz. Tilly vertraute ihm die Reiterei seiner Vorhut an, mit der der Graf am 5. April bei Weingarten den Wagentross der Armee Ernsts von Mansfeld eroberte und die 3.000 Mann der protestantischen Nachhut in die Flucht schlug. Tilly verwendete sich in der Folge sehr für die Beförderung Pappenheims zum Oberst, aber es ist nicht ganz gesichert, ob diese tatsächlich im Sommer 1622 erfolgte oder erst rückwirkend auf dem Reichstag zu Regensburg im darauffolgenden Jahr. Über die Rolle Pappenheims in den bedeutenden Schlachten bei Wimpfen und Mingolsheim ist nichts bekannt, ebenso wenig über seinen Einsatz bei Höchst, wo Tilly Christian von Halberstadt schlug. Im Herbst und Winter 1622 stand sein Regiment bei Speyer am Rhein. Spätestens auf dem Regensburger Reichstag 1623 erhielt Pappenheim von Maximilian auch offiziell sein Patent als Oberst für ein Regiment schwerer Kavallerie. Im Folgejahr wurde sein Regiment allerdings abgedankt und Pappenheimzog sich zunächst auf seine Güter zurück. Im Frühjahr 1625 führte Pappenheim 6.000 Soldaten nach Norditalien, wo er das Adatal und die Städte am Comer See gegen französische Vorstöße verteidigte und so seinen Ruhm als Feldherr begründete. Infolge des Friedensschlusses von Mantua (26. März 1626) wurde Pappenheims Korps abgedankt Nach seiner Rückkehr ins Reich wurde Pappenheim wieder in bayerische Dienste genommen und befehligte im November 1626 ein Korps in einem Feldzug gegen aufständische Bauern in Oberösterreich, wofür er die Stellung eines bayerischen Generalwachtmeisters erhielt. 1627 kommandierte er ligistische Truppen im Niedersächsischen Kreis. Am 5. Januar 1629 wurde Pappenheim zum General der Artillerie ernannt, eine verantwortungsvolle Position, um die er sich allerdings wenig kümmerte. Während der Belagerung Magdeburgs erfolgte im November 1630 seine Beförderung zum Feldmarschall der Ligaarmee und am 8. Mai 1631 zum Feldmarschall im kaiserlichen Heer.

Netzwerke

Nach seinen schweren Verletzungen am Weißen Berg spielte Pappenheim mit dem Gedanken, seinen Abschied zu nehmen, doch sein Schwiegervater und auch Generalleutnant Tilly, dem der Graf in der Schlacht ins Auge gefallen war, überredeten ihn zu bleiben. Tilly gilt in der Folgezeit als einer der wichtigsten Förderer Pappenheims. Nach 1627 kühlte diese Beziehung jedoch zunehmend ab. Im Frühjahr 1623 hielt sich Pappenheim auf dem Reichstag von Regensburg auf. Hier kam es zu einer ersten, aber nicht unbedeutenden Annäherung an Ferdinand II. Der Kaiser schlug den Treuchtlinger zum Ritter und erhielt von diesem eine kostbare Reliquie zum Geschenk. In Wien machte Pappenheim um 1625 vermutlich die Bekanntschaft des spanischen Gesandten Graf Oñate und frischte seine Verbindung zu Albrecht Eusebius Wenzel von Wallenstein auf. Oñate versuchte in Deutschland Offiziere und Söldner zu finden, die den Spaniern bei der Verteidigung des Herzogtums Mailand und der Rückeroberung des (für die Alpenüberquerung wichtigen) Veltlin helfen sollten. Es war vermutlich Wallenstein, der dem Spanier die Dienste Pappenheims empfahl. Zumindest nahm Oñate auf Wallensteins Namen Kredite auf, damit der Graf Truppen anwerben konnte. 1627 wurde Pappenheim auch zum Spielball der Wallensteinschen Politik. Um den Druck etwas von seiner Person abzulenken, versuchte Wallenstein auch anderen verdienten Generalen der Liga Titel in die Hände zu spielen und so einen neuen Kriegeradel zu schaffen. Tilly sollte Herzog von Braunschweig-Calenberg werden und Pappenheim den Wolfenbütteler Zweig des Landes erhalten. Beide griffen entschlossen zu. Mit der Einnahme Wolfenbüttels waren Pappenheim auch die Archive des regierenden Herzogs Friedrich Ulrich in die Hände gefallen, die er jetzt nach Beweisen für ein verräterisches Bündnis mit dem dänischen König Christian IV. durchsuchte. Er ließ, allerdings mit wenig Erfolg, die braunschweigischen Beamten verhören und klagte den Herzog schließlich in Wien des Reichsverrates an. Erst die Intervention Kurfürst Maximilians beendete Pappenheims Versuche. Der Wolfenbütteler Herzog wurde später von den Vorwürfen frei gesprochen. Als im Sommer 1630 der politische Druck auf Ferdinand II. so stark zunahm, dass er Wallenstein ab- und durch Tilly ersetzen ließ, übernahm Pappenheim den Befehl über die in Niedersachsen stationierten Ligatruppen. Er hielt allerdings einen sehr intensiven Briefkontakt mit dem Friedländer aufrecht und forderte ihn immer wieder dazu auf, an die Spitze seiner Regimenter zurückzukehren.

Militärische Engagements, Feldzüge

In der Schlacht am Weißen Berg am 8. November 1620 führte Pappenheims Regiment einen Entlastungsangriff, der den Protestanten schließlich das Rückgrat brach. Die Ligakavallerie verfolgte ihre Gegner bis in den Prager Tiergarten. Hier wurde Pappenheim von mehreren Gegnern umringt und vom Pferd gestoßen. Als man ihn schließlich zu einem Prager Arzt brachte, wurden an seinem Körper zwanzig Wunden gezählt, von denen sechs als tödlich eingestuft wurden. Seine vielen Narben brachten ihm schließlich bei seinen Soldaten den Spitznamen „Schrammhans“ ein. In Italien operierte Pappenheim 1625 in der Nähe des Comer Sees. Als er im Winter 1626 eigenmächtig ins Veltlin vorstoßen wollte, wurde er jedoch nach einer Reihe von siegreichen Gefechten in der Nähe von Pizze durch Veltliner Landesaufgebote zurückgedrängt. Nach seiner Abdankung aus spanischen Diensten kehrte Pappenheim mit seinen Truppen nach Bayern zurück und wurde sogleich mit der Niederschlagung des oberösterreichischen Bauernaufstandes beauftragt. Am 4. November entsetzte er das von den Bauern belagerte Linz und schlug anschließend verschiedene Bauernaufgebote in den Schlachten von Esserding (9. November), Gmunden (14. November) und Vöcklabrück (19. November) und dem Sturm auf Schloss Wolfseck (30. November). Im Frühjahr 1627 marschierte er nach Norddeutschland und belagerte die Festung Wolfenbüttel. Da sein Korps für einen ernsthaften Angriff zu schwach war, ließ er die nahe Ocker anstauen und flutete somit die Stadt, die daraufhin am 9. Dezember die Waffen streckte. 1629 wurde Pappenheim damit beauftragt, Kontributionen von der Stadt Magdeburg einzutreiben, die sich solchen Forderungen allerdings sehr hartnäckig widersetzte. Die Truppen des Grafen blockierten die Elbfestung und es kam zu teilweise sehr heftigen Kämpfen. Erst durch Vermittlung der Hansestädte Lübeck, Hamburg und Braunschweig konnten die Streitigkeiten beigelegt werden. Der Vorfall führte dazu, dass Pappenheim in Zukunft immer vom „hochmütigen Magdeburg“ sprechen würde.

Nach der Landung der Schweden in Norddeutschland leitete Pappenheim zeitweise die Belagerung von Magdeburg im Winter 1630/31. Am 21. Mai 1631 stürmten seine Soldaten die Stadt. In mehreren Vierteln loderten Feuer auf und Magdeburg versank in Schutt und Asche. Auch Pappenheim wurde immer wieder unterstellt, er habe einen Brandbefehl erlassen. Er glaubte jedoch, die Bürger selbst hätten „in wenigen Stunden diese schöne Stadt mit all ihrem großen Reichthum in die Asche gelegt.“ (Wittich: Pappenheim, S. 153.) Durch die Zerstörung Magdeburgs ging der kaiserlich-ligistischen Armee aber auch ein großes Versorgungszentrum verloren. Ihre Regimenter konnten sich in der ausgesogenen Landschaft nicht länger versorgen. Im Sommer drang Gustav Adolph nach Werben an der Elbe vor, dass Tilly vergeblich belagerte. Seiner Söldner litten unter Lebensmittel- und Wassermangel und so zog sich der Feldherr schließlich nach Süden zurück und erlaubte Pappenheim, Anfang September im vom Krieg weitgehend verschonten Sachsen einzumarschieren. Die katholische Armee besetzte Leipzig und wartete Verstärkungen aus dem Süden des Reiches ab, während Gustav Adolph sich bei Düben mit der kursächsischen Armee vereinigte und ebenfalls auf die Messestadt zumarschierte.

Tilly zögerte, sich dem als unbesiegbar geltenden Schwedenkönig entgegen zu stellen, aber Pappenheim und viele wallensteinische Offiziere drängten zur Schlacht. Letztendlich erlaubte Tilly dem Grafen, am Morgen des 17. September mit 2.000 Reitern einen Erkundungsritt durchzuführen, mahnte ihn jedoch, sich auf keine größeren Gefechte einzulassen. Doch Pappenheim drang nach Norden vor, überrannte bei Krostitz einige Vorposten der sächsischen Armee und eröffnete so die größte Schlacht des Dreißigjährigen Krieges. Pappenheim selbst ritt sieben heftige Attacken auf den schwedischen rechten Flügel, die alle von den schnell feuernden Musketieren, den Kartätschen der Regimentsstücke und der schwedischen Kavallerie abgewehrt wurden. Tilly wurde verwundet, und als sich die Sonne über das Schlachtfeld senkte, konnte Pappenheim kaum 13.000 Mann nach Halberstadt führen. Im November wurde Pappenheim mit einem kleinen Reiterkorps nach Norddeutschland gesandt. Zum einen war sein Verhältnis zu Tilly zum Zerreißen gespannt, zum anderen hoffte Kurfürst Maximilian schwedische Truppen in diesen Gebieten zu binden. Im Winter und Frühjahr 1632 führte Pappenheim mehrere brillante Streifzüge westlich und östlich der Weser aus. Das Korps des Feldmarschalls unternahm schnelle Vorstöße mit seiner Reiterei im Niedersächsischen, zerstreute frisch geworbene feindliche Truppenkontingente, Proviantkolonnen und kleinere Korps. Er zeigte sich in diesen Wochen als Meister des kleinen Krieges. Seine Reiter verhinderten lange Zeit die Aufstellung eines braunschweigischen Heeres unter Georg von Lüneburg, vertrieben ein schwedisches Korps von der Elbestadt Stade und drängten hessische Truppen bis unter die Festungsmauern Kassels zurück. Seine Truppen schlugen einen Gegner nach dem anderen, doch sobald er einem neuen Feind entgegen zog, rückte der alte nach und besetzte die eben von den Katholischen frei gemachten Gebiete. Diesen für den Dreißigjährigen Krieg typischen Kreislauf zu durchstoßen, war Pappenheim nicht in der Lage. Im August führte der Feldmarschall sein Heer über den Rhein und schloss sich mit zwei spanischen Armeen zusammen, die die von den Niederländern belagerte Festung Maastricht entsetzen wollten. Nach einem gescheiterten Angriff auf das niederländische Lager (17. August), bei dem Pappenheim nicht von den Spaniern unterstützt wurde, zog er jedoch sofort wieder ab.

Im Oktober, als sich das schwedische und das kaiserlich-ligistische Heer auf Sachsen zubewegten, marschierte schließlich auch Pappenheim nach Süden, streifte durch Thüringen und vereinigte sich bei Weißenfels mit Wallenstein. Weil der Generalissmius von den nahe stehenden, aber zahlenmäßig unterlegenen Schweden keinen Angriff befürchtete, teilte er sein Heer wenige Tage später wieder auf und schickte seinen nach Unabhängigkeit strebenden Reiterführer nach Norden. Doch kaum hatte Pappenheim Halle erreicht, als ihn ein eiliges Schreiben Wallensteins nach Lützen zurück beorderte. Gustav Adolph hatte die Aufspaltung seiner Gegner ausnutzen wollen und war dem bei Lützen stehenden Wallenstein entgegen gerückt. Pappenheim verließ noch am Abend des 15. November mit seiner Kavallerie Halle und erreichte das Schlachtfeld gegen Mittag am Folgetag. Die schwedischen Truppen übten bereits großen Druck auf den kaiserlichen rechten Flügel auf, als die Pappenheimer einen Gegenangriff ausführten. Dabei erhielt der Feldmarschall zwei Musketenkugeln in die Brust und wurde kurz darauf von einer Falkonettkugel an der Hüfte getroffen. Pappenheim wurde in seiner Kutsche nach Leipzig auf die Pleißenburg geschafft, wo er einige qualvolle Stunden verbrachte. Gegen 3 Uhr morgens am 17. November 1632 verstarb der kaiserlich-ligistische Feldmarschall an den Folgen seines starken Blutverlustes. Anderen Angaben zufolge verschied er bereits auf der Fahrt nach Leipzig.

Wallenstein ließ den Leichnam auf seinem Rückzug nach Prag überführen. Ursprünglich war daran gedacht, ihn nach Salzburg zu bringen. Doch schließlich wurde dieser Plan fallengelassen und Pappenheim stattdessen im Frühjahr 1633 mit großem Pomp im Kloster Strahov bei Prag zur letzten Ruhe gebettet.

Kriegsunternehmerische Tätigkeit

Pappenheim kam regelmäßig selbst für die Finanzierung seiner Truppen auf. Als ein Regiment 1624 aufgelöst wurde, erhielt er 45.000 Taler, um rückständige Soldforderungen zu begleichen. Er selbst scheint dabei einen guten Schnitt gemacht zu haben, denn er investierte in der Folgezeit viel Geld in seine Güter. Für seinen Feldzug nach Italien 1626 schlug ihm der spanische Gesandte in Wien, Graf Oñate, zunächst vor, 3.000 Reiter, davon ein Drittel Dragoner, zu werben, da die spanische Kavallerie zahlenmäßig schwach und von schlechter Qualität war. Pappenheim fehlten jedoch die finanziellen Mittel, um eine solche Masse an Truppen aus eigener Kraft auf die Beine zu stellen. Mit der Unterstützung Wallensteins erhielt er letztendlich die Erlaubnis ein Infanterieregiment von 3.000 Mann sowie 500 Reiter anzuwerben. Für die Kosten nahm der Friedländer ein Darlehen bei genuesischen Bankhäusern auf. Pappenheim war aber immer noch für die Beschaffung der Ausrüstung zuständig. Er versuchte den Stadtrat von Nürnberg zu einem Darlehen zu bewegen, der jedoch ablehnte. Schließlich verpfändete der Graf seine Herrschaft an seinen Lehnsherren Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach für 40.000 Gulden. Während der niedersächsisch-dänischen Kriegsphase warb Pappenheim 1628 zusätzliche Truppen für sein Korps an. Bis zum Sommer hatte er seine Truppen auf achtzehn Kompanien verstärkt. Pappenheim konnte sich über mangelnden Zulauf neuer Rekruten keinesfalls beklagen. Teilweise mussten seine Musteroffiziere altgediente Unteroffiziere sogar im Rang zurückstufen, um sie in die Kompanien aufnehmen zu können. In seiner Funktion als Generalwachtmeister der bayerischen Armee beschaffte er auch Geld und Waffen, um diese Truppen auszurüsten. Würzburg schickte 1628 8.000 Taler, 1.500 Musketen, sowie 300 Piken und 350 Hellebarden, Straßburg 1.000 Musketen, der Deutsche Orden 5.600 Taler. Pappenheim selbst ließ noch 700 weitere Piken anfertigen und erhielt aus unbekannter Quelle weitere 200 Musketen.

Literatur

Binder, Franz: Feldmarschall Pappenheim. Der Schrammhans. Ein Lebensbild aus dem Dreißigjährigen Krieg. Für alt und jung dargestellt, Schaffhausen 1856.

Droysen, Gustav: Das Auftreten Pappenheims in Norddeutschland. nach der Schlacht bei Breitenfeld, in: Zeitschrift für preußische Geschichte und Landeskunde 8 (1871), S. 401-428.

Heß, Johann Eduard: Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim. Nach Geschichtsquellen bearbeitet, Leipzig 1855.

Querengässer, Alexander: Feldmarschall Pappenheim und das kaiserlich-ligistische Heerwesen in der ersten Hälfte des Dreißigjährigen Krieges, Berlin 2014

Schwackenhofer, Hans: Die Reichserbmarschälle, Grafen und Herren von und zu Pappenheim: zur Geschichte eines Reichsministerialengeschlechtes, Treuchtlingen-Berlin 2002.

Stadler, Barbara: Pappenheim und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Winterthur 1991.

GND

119020572